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Veranstaltung von Kath. Erwachsenbildung und Gartenbauverein:Schätze aus Gottes Schöpfung entdeckt

Tanja Schellhorn zeigt den Teilnehmenden das Weidenröschen: eine unterschätzte Pflanze.
„Was uns die Erde Gutes spendet“ heißt es in einem bekannten Kirchenlied. Die Schätze von Gottes Schöpfung entdecken stand im Mittelpunkt der Kräuter-Expedition mit Tanja Schellhorn.
Datum:
Veröffentlicht: 6.7.26
Von:
Thomas Weiß

26 Teilnehmer erkundeten bei einer Kräuter-Expedition bei Forstloh die heimische Pflanzenwelt

Zur "Kräuter-Expedition" hatten sich 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Sonntag, 5. Juli bei Forstloh (Wallenfels) eingefunden. Referentin Tanja Schellhorn, zertifizierte TEH-Praktikerin und Waldpädagogin zeigte den Anwesenden wie heimische Wildkräuter sicher bestimmt werden können und welche Wirkungen sie entfalten können. Bei der zweieinhalb-stündigen Wanderung über die Wiesen des Frankenwaldes entdeckten die Männer und Frauen zahlreiche "Schätze" der heimischen Pflanzenwelt. Veranstalter waren der Gartenbauverein Wallenfels, unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Katholische Erwachsenenbildung (KEB). 

Beim längeren Kauen merkt man es ganz deutlich: das Blatt, das erst frisch, und etwas säuerlich geschmeckt hat, entwickelt plötzlich eine ganz andere Konsistenz im Mund, scheint den ganzen Mundraum zu füllen, fühlt sich cremig, viskos an. "Das sind die Schleimstoffe", erklärt Tanja Schellhorn. Die zertifizierte Praktikerin für Traditionelle Europäische Heilkunde hat sich mit 26 Teilnehmenden – darunter acht Männer, wie Schellhorn am Ende noch einmal besonders hervorheben wird – unter einer prächtigen Linde versammelt. Zur "Kräuter-Expedition" hatte der Gartenbauverein Wallenfels unter dem Logo der KEB (Kath. Erwachsenenbildung) am Sonntag, 5. Juli eingeladen, und erfreulicherweise waren viele Interessierte dieser Einladung gefolgt. Schon auf den ersten Metern findet die Gruppe so viele Pflanzen, dass es kaum vorwärts geht. "Das ist ein besonderer Schatz" sagt Schellhorn und zeigt auf ein rosa blühendes Gewächs am Wegrand. "Die Blüte der Malve enthält wie die Blätter der Linde Schleimstoffe", und ein Kaltauszug aus den Blüten tut nicht nur dem Rachen sehr gut, sondern hilft auch Magen und Darm. Viele weitere interessante Informationen, Tipps und Rezepte erfahren die Teilnehmer während der gut zweieinhalbstündigen Tour. Die bunt blühenden Wiesen bei Forstloh haben einiges zu bieten: Labkraut, Johanniskraut und Quendel, um nur einige zu nennen. Doch auch die Vegetation, die auf den Rodungsflächen neu entsteht, ist voller "Schätze" – vom Roten Holunder über die Eberesche hin zu Weidenröschen und Brombeeren. Von den letzteren beiden Pflanzen lässt sich z.B. ein Tee aus den fermentierten Blättern herstellen. Wie viel (Heil)-Kraft praktisch vor unseren Haustüren wächst und für jeden zugänglich ist – diese Erkenntnis hoffte Tanja Schellhorn den Teilnehmern vermittelt zu haben. Im Namen des Gartenbauvereins bedankte sich Thomas Weiß bei der Referentin. Eine Nachfolge-Veranstaltung im kommenden Frühjahr ist bereits angedacht, dann soll es speziell um heimische Bäume gehen.