Kath. Seelsorgebereich Frankenwald:Fronleichnam – Glauben sichtbar machen

Liebe Schwestern und Brüder,
am 04. Juni 2026 feiern wir in verschiedenen Orten unseres Seelsorgebereichs Fronleichnam.
Was ist eigentlich der Sinn dieses Festes?
Fronleichnam steht in enger Verbindung zum Gründonnerstag. Fronleichnam wird auch Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi genannt, weil wir die Einsetzung der Heiligen Messe durch Jesus am Abend des Gründonnerstags feiern und er so immer in der Hl. Kommunion unter uns gegenwärtig ist.
Vom Ursprung her geht Fronleichnam auf eine Vision der Hl. Juliana von Lüttich im Jahr 1209 zurück. Bereits 1246 wurde Fronleichnam im Bistum Lüttich (Belgien) gefeiert. Papst Urban führte das Fest 1264 für die gesamte Kirche ein.
Die erste Fronleichnamsprozession in Deutschland fand zwischen 1264 und 1278 in St. Gereon in Köln statt. Fronleichnam ist dann mehr und mehr feierlich begangen worden, mit kunstvoll gelegten Blumenteppichen und geschmückten Altären. Diese Tradition, zur Verehrung des Allerheiligsten, wird auch heute noch in vielen unserer Ortschaften umgesetzt. Fronleichnam ist geprägt durch das Gebet, die Verkündigung des Evangeliums und das Bekenntnis unseres Glaubens. An Fronleichnam gehen die Kirchentüren auf. Wir zeigen unseren Glauben der Öffentlichkeit und bekennen uns dazu, weil wir den „Mehrwert“ des Glaubens für unser Leben feiern. Im Gebet und Gesang, bei den Prozessionen und an den Altären, erbitten wir den Segen Gottes, den wir in vielen Situationen unseres Lebens brauchen.
Vielleicht ist der ein oder andere Zuschauer oder Außenstehende davon beeindruckt, wird zum Nachdenken angeregt und wird Teil der Gemeinschaft. Fronleichnam sagt uns - wir sind unterwegs in unserer Welt, aber nicht allein. Jesus geht mit uns auf unseren Wegen und auch viele Menschen, die mit uns den Glauben teilen. Jesus zeigt uns den Weg und das Ziel.
Die Prozession endet nicht in einer Sackgasse, sondern in der Kirche. Auch unser Lebensweg endet nicht in einer Sackgasse, sondern bei Gott.
Ich wünsche uns allen, dass wir auch heuer wieder bei diesem Fest Erfahrungen des Glaubens sammeln und somit gestärkt unseren Lebensweg in die Zukunft weitergehen können.
Wir sind unterwegs mit Jesus, durch ihn sind wir nicht allein und haben ein Ziel.
Ihr Pfarrer Thomas Hauth