Open-Air-Messe an der Wanderhütte:„Bei euch is es fei schö“

Zahlreiche Gläubige aus Nah und Fern feiern Open Air-Gottesdienst an der Wanderhütte

Groß war die Zahl Gläubiger, Wanderer, Radfahrer, Einheimischer und Auswärtiger, die am Sonntagvormittag den Weg hinauf zum über den Dächern von Wallenfels gelegenen „Herrgottswinkel“ fanden. Der Grund war ein neben der dortigen Wanderhütte stattfindender Gottesdienst im Freien und das anschließende Bergfest auf dem idyllisch gelegenen Areal bei herrlichem Blick auf die Flößerstadt. Dass auch viele mit dem Pkw gekommen waren, verdeutlichte der voll belegte Parkplatz sowie die auf zwei Waldwegen und der Zugangsstraße abgestellten Fahrzeuge.
Feierlicher Gottesdienst mit Pfarrer Detlef Pötzl

Mit dem bekannten katholischen Kirchenlied „Ein Haus voll Glorie schauet“ eröffnete der Musikverein Wallenfels, der auch im weiteren Verlauf für die musikalische Ausgestaltung sorgte, die Open-Air-Messe. Mit der erfreulichen Feststellung, dass die Sonne scheint, wenn in Wallenfels ein Fest gefeiert wird, begrüßte der leitende Pfarrer des Seelsorgebereichs Frankenwald, Detlef Pötzl, die Besucher. Die Grüße übermittelte er vom aus Nigeria stammenden Pfarrer Eusebius Onyeche, der schon mehrmals diese Bergmesse zelebrierte, an diesem Tag aber in einem anderen Frankenwaldort tätig sein musste. Nach der von Lektorin Rita Kremer vorgetragenen Fürbitten und der Lesung richtete der Geistliche seine Predigt auf die am See Genezareth einstige wunderbare Brotvermehrung aus. Jesus wollte damit zugleich den Menschen Mut machen, auch wenn diese manchmal keinen Ausweg mehr sehen würden. Im weiteren Verlauf der Messe nutzen viele Gläubige die Gelegenheit zum Empfang der Heiligen Kommunion.
Auch Josef Schlee (Frankenlust e.V.) sprach seinen Dank aus

Als am Ende des Gottesdienstes das Wallenfelser Heimatlied verklungen war, forderte der Geistliche die Anwesenden in seiner freundlichen Art auf: „Bleibt hier am Herrgottswinkel und seid friedlich.“ Für Schmunzeln sorgte er, als er meinte, er wollte auch noch das Lied seines Heimatortes Nordhalben anstimmen. „Ich habe mich aber nicht getraut.“ Letztlich dankte der Vorsitzende des Heimat- und Wandervereins Frankenlust, Josef „Elle“ Schlee, den vielen Gäste aus Nah und Fern für ihren Besuch, den am Gottesdienst mitwirkenden Personenkreis und den freiwilligen Helfern. Sein besonderer Dank richtete er an den „Nordhalbener Jungen“ Detlef Pötzl und gratulierte diesen unter dem Beifall der Zuhörer nachträglich zu dessen kürzlich gefeiertes 25. Priesterjubiläum. Schlee nutzte auch die Gelegenheit auf die in den vergangenen Monaten unfallfrei durchgeführten Dachsanierungsarbeiten an der urigen Einkehr- und Wanderhütte hinzuweisen. Im Namen seines Vereins und der Hüttenwirtin Hildegard Gleich lud er zum Verweilen ein. Während Pfarrer Pötzl dem Vorsitzenden noch zurief „Bei euch is es fei schö, und schö is, dass es euch gibt“, sprach die Wallenfelserin Vroni Stolper von einem herrlichen Sonntag mit einem erhebenden Gottesdienst. Beide hatten damit wohl den Nagel auf dem Kopf getroffen.