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Sternenzauber in Wallenfels

Musical Sternenzauber 14. und 15.03.2026 Wallenfels
Datum:
Veröffentlicht: 16.3.26
Von:
Susanne Deuerling

Eine Geschichte über Ausgrenzung und Akzeptanz – von Kindern, für Kinder

Mystisches Licht auf der Bühne, ein Erzähler, der es sich im Ohrensessel bei gedämpften Lichterschein bequem gemacht hat und eine Spannung in der Luft, die man fast fühlen kann. Leise, fast lautlos atmen die Zuschauer, die sich im Kulti eingefunden haben, um das Kindermusical der angels Kids anzuschauen. „Sternenzauber – wir sind für dich da“, so heißt das Stück und es gibt eine Botschaft weiter, die wichtig ist für Groß und Klein, für alle Menschen dieser Erde.

Die Geschichte beginnt auf dem Planeten Zauberstern, hier leben die Sternenkinder mit ihrem zauberhaften Sternenstaub. Alles ist ruhig und friedlich. Nicht so auf der Erde, hier gibt es doch so einigen Streit zwischen den Tieren. Es ist nämlich so, dass einige eben ein klein wenig anders sind und deswegen ausgelacht, verspottet oder gekränkt werden. So zum Beispiel das kleine Häschen Franz mit der roten Nase. Alle lachen ihn aus deswegen, doch Hilfe naht aus dem All, die Sternenkinder kommen mit ihrem magischen Sternenstaub und plötzlich ist alles anders. Die rote Nase ist keine Schande mehr, sondern einfach etwas ganz Besonderes. Franz ist glücklich und seine Hasenfreunde hätten nun auch gerne so eine rote Nase. Oder wie die Ameisenarmee, die immer in Reih und Glied auftritt, sie sind ernste Gesellen, keine Clowns und gemeinsam stark. Nur Ameise Anna tanzt aus der Reihe, sie will auch Spaß haben. Und wer schafft Abhilfe und Frieden in der Ameisenarmee? Natürlich die Sternenkinder, nun wird zwar auch noch marschiert, aber es ist Spaß dabei und jeder freut sich.

Es ist natürlich ein Musical hauptsächlich von Kindern für Kinder, aber auch die Erwachsenen können viel mitnehmen. Besonders bei den Schnecken. Hier wird die Nacktschnecke gemobbt, weil sie kein Haus hat, sie könne sich keines leisten. Das macht die kleine Nacktschnecke traurig und sie ruft um Hilfe. „Kein Problem, wir sind da“ – der magische Sternenstaub macht seinen Job und plötzlich ist ein Leben ohne Schneckenhaus gar nicht mehr so schlimm. Im Gegenteil, jede der Schnecken möchte mal einen Tag ohne ihr schweres Haus verbringen und so gibt es in Zukunft ein „Housesharing“, bei dem die Nacktschnecke gerne mitmacht. Laut wird es auf der Bühne beim Gequake der Frösche. Sie machen sich über den Lesefrosch lustig, denn „Lesen ist uncool“. Auch sie werden eines Besseren belehrt und bekommen den Sternenstaub der Sternenkinder zu spüren. Und was soll man sagen, plötzlich ist Lesen toll, so wie Kino im Kopf.

Nach dem Schlusslied, das alle angels Kids zusammen auf der Bühne singen, ist es erst ganz still im Saal, bis ihn ein großer Applaus erbeben lässt. Zufriedene Gesichter bei den Verantwortlichen, Erleichterung bei den Eltern und Freude und Stolz bei allen Kids, die, egal ob ganz klein oder schon Teenies, egal ob kleine oder große Rolle, mit viel Enthusiasmus dabei waren. Stolz standen sie in ihren tollen Kostümen dort oben auf der Bühne, jede und jeder mit der Rolle verbunden, die sie oder er verkörperte. Und es ist eben wahr, egal ob jung oder älter, Applaus ist und bleibt der schönste Lohn. Begleitet wurde das Musical musikalisch von der „angels Live Band“, der Erzähler war Holger Scholz, die Souffleuse Kathrin Wolfram. Regie führte Annegret Hümmrich und einstudiert wurde das Musical von den Waldgeistern Andrea Hader und Sabrina Lutz mit viel Geduld, Engagement und Freude.

Ein ganz besonderer Dank ging von Annegret Hümmrich an ihr Team, das bei den Vorbereitungen, die bereits mit den Proben im September 2025 begannen, die Kinder so toll begeistern und mitreißen konnte. Alle angels Kids durften mitmachen, die kleinsten waren erst vier, die ältesten 10 und dann waren auch noch die Teenies, die eigentlich schon bei den großen angels sind, aber hier noch als Frösche begeistert dabei waren. Der Dank galt auch der Band, Livemusik ist eben doch etwas anderes als Musik vom Band, und dem Technikteam, die den Ton und das Licht voll im Griff hatten. Andrea Hader und Sabrina Lutz waren total begeistert, „ihr ward der Hammer“, lobten sie die angels Kids und waren „megastolz“ auf sie. Als Dank hatten die Kinder einen Rap und ein kleines Geschenk für „ihre“ Andrea und Sabrina vorbereitet. Auch Bürgermeister Jens Korn war begeistert von der Aufführung und freute sich, so einen Nachwuchs in der Stadt zu haben.